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CFD Traden lernen

Traden lernen – Teil 1

Traden lernen - Die SerieIm ersten Teil unseres Crashkurses zum Thema Traden lernen, bringen wir dir die Basics des Tradings bei. Du erfährst außerdem, was ein Chart ist, welche verschiedenen Chartarten es gibt und was es mit den sogenannten Zeiteinheiten auf sich hat.

Tipps & Tricks über das Öffnen von Positionen sowie Methoden zur Verlustbegrenzung werden dir ebenfalls gezeigt. Wenn du ein kompletter Anfänger bist und die Tradingwelt neu entdeckt hast, dann solltest du für ein besseres Verständnis zuerst unseren Artikel „CFD Handel“ lesen und im Anschluss hierher zurückkehren.

Viel Spass!

Traden lernen – Der Chart

Wer CFD traden lernen möchte, der sollte die grundlegenden Werkzeuge des CFD Trading verstehen. Eines der wichtigsten Werkzeuge ist sicher der Chart. Der Chart stellt das Verhältnis von Nachfrage und Angebot (den Kursverlauf) graphisch verständlich dar, so das du als Trader nicht nur die Zahlen der Times & Sales Liste siehst, sondern einen graphisch sauberen Kursverlauf. Der Chart ist das Grundwerkzezug eines jeden Traders.

Der Chart stellt den Kursverlauf eines bestimmten Wertes, graphisch ansehnlich dar.

Obwohl es viele verschiedene Chartformen gibt, funktionieren fast alle nach dem selben Prinzip, und zwar mit einer Tabelle, welche eine X und Y-Achse besitzt. Die Y-Achse steht dabei für den Preis, während die X-Achse den zeitlichen Verlauf darstellt.

 

Lerne das Traden

Wie entsteht ein Chart?

Wer richtiges traden lernen will, der hat sich vielleicht schon mal gefragt, wie denn nun ein Chart genau entsteht bzw. wie die Kursschwankungen entstehen. Hier solltest du dir vielleicht besser die Frage stellen, wie der Preis entsteht? Denn nicht anderes ist der Chart, also eine graphische Darstellung des Preises eines bestimmten Zeitabschnittes.

Ein Preis entsteht immer aus dem Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage, d.h., wie viele Käufer es zu dieser Zeit gibt und wie viele Verkäufer. Dabei kommt es nicht wirklich auf die Zahl der einzelnen Käufer und Verkäufer an, sondern viel mehr um das zum Kauf und Verkauf stehende Volumen.

Beispiel für die Entstehung eines Charts

Für eine beliebige Aktie gibt es im Moment 10 Interessenten, welche kaufen möchten und 100 Leute, die verkaufen wollen. Nun könnte man meinen, dass der der Preis sinken müsste, weil ja mehr Leute verkaufen wollen, als welche, die sich für den Kauf interessieren. Jedoch ist das Falsch, denn wenn die 10 Käufer zusammen insgesamt 500 Stück kaufen und die 100 Verkäufer zusammen nur 200 Stück verkaufen, so ist der Schwerpunkt definitiv auf der Käuferseite, und der Kurs wird dementsprechend steigen. Es kommt also immer auf das Volumen an!

Traden lernen – Die verschiedenen Chartarten

Viele Anfänger, die das CFD traden lernen möchten, kennen oft nur einen einzigen Chart. Dabei handelt es sich um den Linienchart, welcher die einfachste Form eines Charts darstellt. Häufig kommt er auch in Zeitungsberichten sowie Börsensendungen vor, da er auch für einen Laien einfach zu verstehen ist. Wenn du aber richtiges CFD traden lernen möchtest, dann solltest du unbedingt weiterlesen.

Auch wenn der Linienchart eine gute Möglichkeit für die breite Masse darstellt, den Kursverlauf eines Wertes nachzuvollziehen, so ist er leider für dich als CFD Trader völlig ungeeignet, da er einfach zu wenige Informationen über den Kursverlauf enthält, als das er als Mittel zur Entscheidungsfindung herangezogen werden könnte. Obwohl es noch eine Menge mehr Chartarten gibt, wollen wir dir im folgenden die 3 am häufigsten verbreiteten Arten vorstellen. Es handelt sich bei den Bildern um exakt den selben Marktausschnitt, welcher lediglich in drei verschiedenen Chartformen dargestellt wurde.

Der Linienchart

Traden lernen - Der Linienchart

Den Linienchart kennst du ja bereits. Er ist die einfachste Form eines Charts. Möchtest du das CFD traden lernen, so ist es zwar gut den Linienchart zu kennen, jedoch musst du dich nicht weiter mit ihm befassen, da du ihn bei deinen späteren Aktivitäten als Trader wahrscheinlich nicht brauchen wirst. Im Gegensatz zu den anderen Chartarten (weiter unten), bildet der Linienchart den Preis nicht in Perioden, sondern in einer durchgehenden Linie ab. Das vereinfacht zwar die Verständlichkeit, verschluckt aber gleichzeitig viele Informationen, die für dich als Trader wichtig sind.

Der Balkenchart

traden lernen - Der Balkenchart

Der Balkenchart wird selten in Börsenzeitschriften oder Nachrichten gezeigt, da die meisten Leute zuerst einmal nichts damit anzufangen können. Vielleicht geht es dir im Moment genau so. Der Balkenchart mag zwar auf den ersten Blick etwas unverständlich wirken, doch wenn man ihn erst einmal begriffen hat, ist er sehr einfach zu lesen. Möchtest du das CFD Traden lernen, so ist es von Vorteil, wenn du dich mit dem Balkenchart anfreundest. Im Gegensatz zum Linienchart, welcher den Preisverlauf des Charts im ersichtlichen Ausschnitt mit einer durchgehenden Linie darstellt, greift der Balkenchart auf eine periodische Darstellung zurück. Das heißt, dass er den Gesamtzeitraum in Perioden unterteilt, welche durch die einzelnen Balken dargestellt werden. Wie der Balkenchart genau funktioniert, erfährst du weiter unten unter dem Kapitel „CFD Traden lernen – Balkenchart / Kerzenchart“

Der Kerzenchart

traden lernen - Der Kerzenchart

Der Kerzenchart ist der Chart schlechthin. Die meisten Trader arbeiten mit diesem Chart und auch wir empfehlen dir, auf diese Art des Charts zurück zu greifen. Wie der Balkenchart unterteilt der Kerzenchart den Kursverlauf in Perioden, was hierbei die namensgebenden Kerzen sind. Im Gegensatz zum Balkenchart ist der Kerzenchart durch seine graphisch veränderte Darstellung einfacher und angenehmer zu lesen. Nun weißt du zwar, wie ein Balkenchart und ein Kerzenchart aussehen, aber immer noch nicht, was diese denn nun genau aussagen. Keine Sorge. Wir möchten ja, dass du richtiges CFD traden lernen sollst, weswegen wir dich im Folgenden darüber aufklären.

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Traden lernen – Balkenchart / Kerzenchart

Wie wir bereits wissen, bilden Kerzen und Balkencharts den Kursverlauf periodisch ab. Was heißt das? Das bedeutet, dass jede Kerze (oder jeder Balken) die Kursdaten einer bestimmten Zeiteinheit zusammenfasst. Im CFD Trading spricht man dabei von der Zeiteinheit. Diese kann ebenfalls beliebig eingestellt werden. So kann eine Kerze beispielsweise eine Zeitspanne von 5 Minuten, aber auch von einem ganzen Tag haben, je nach Vorliebe und Ausrichtung des CFD Traders. Eine einzelne Kerze / ein einzelner Balken wird dabei auch als Periode bezeichnet. Der Begriff Periode spielt dabei auf die Zeitperiode an, die eine Kerze / einen Balken darstellt.

Eine Kerze bzw. ein Balken stellt dabei vier wichtige Kursdaten innerhalb der gewählten Zeiteinheit dar:

Den Eröffnungskurs der jeweilen Zeitperiode
 
Den Höchstkurs innerhalb der jeweilen Zeitperiode
 
Den Tiefstkurs innerhalb der jeweiligen Zeitperiode
 
Den Schlusskurs der jeweilen Zeitperiode

Dabei wird zwischen positiven und negativen Kerzen unterschieden. Die Kerzen sind graphisch gleich aufgebaut, unterscheiden sich jedoch farblich voneinander. Dabei steht Grün oft für positiv und rot für negativ. Eine positive Kerze bedeutet einen Preisanstieg innerhalb der Periode, d.h. der Schlusskurs liegt über dem Eröffnungskurs, während eine negative Kerze einen Preisrückgang, d.h. der Schlusskurs liegt unterhalb des Eröffnungskurses, darstellt. Hast du das verstanden, dann hast du bereits einen großen Schritt gemacht, was das traden lernen anbelangt.

Traden lernen - die Kerze

CFD Handel lernen – Beispiele mit dem Kerzenchart
Da es sich bei dem Balkenchart und dem Kerzenchart grundsätzlich um das selbe (nur in leicht veränderter Darstellung) handelt, werden wir in Zukunft all unsere Ausführungen und Beispiele mit dem Kerzenchart weiterführen. Wir raten dir ebenfalls den Kerzenchart anstelle des Balkencharts zu verwenden, einfach aus dem Grund, weil er ein wenig ansehnlicher ist, da sich die Perioden besser voneinander abheben. Möchtest du trotzdem mit dem Balkenchart arbeiten, so stellt dies kein Problem dar, da das zugrunde liegende Prinzip dasselbe, wie beim Kerzenchart, ist.

Vorteile eines Kerzencharts

Das jeder der das Traden lernen möchte, früher oder später mit großer Wahrscheinlichkeit nur noch mit einem Kerzenchart arbeitet hat durchaus seine Gründe. Dadurch, dass der Kerzenchart / Balkenchart sehr viel mehr Informationen über einen Kursverlauf preisgibt, als ein Linienchart, eignet er sich auch viel besser zur Kursanalyse. Die verschiedenen Punkte einer Kerze können beispielsweise als Einstiegspunkte und Stopsetzungs-Punkte genutzt werden können.

 

Traden lernen –  Die Zeiteinheiten

Die Zeiteinheiten haben wir ja bereits ein wenig angeschnitten. Bei den Zeiteinheiten handelt es sich um den Zeitraum, den die Perioden darstellen sollen. Dabei kann der CFD Trader zwischen beliebig großen Zeiteinheiten wählen. Wenn wir also vom 5-Minuten Chart sprechen, dann meinen wir damit, dass jede Periode (also Kerze) einen Zeitraum von 5 min darstellt. 10 dieser Perioden aneinander gereiht würden folglich einen Gesamtzeitraum von 50 Minuten darstellen.

Je nach dem, wie ein Händler orientiert ist, wird er auf verschiedenen Zeiteinheiten unterwegs sein. Ein Trader der sehr kurzfristig handelt, wird beispielsweise auf einen 5 Minuten Chart unterwegs sein, während ein längerfristig orientiertes Händler vielleicht auf einem Tages Chart unterwegs sein wird.

Achtung! Auch hier bedeute Tageschart einfach nur, dass eine Periode einen ganzen Tag abbildet.

Die folgende Graphik stellt zwei mal den selben Kursverlauf im selben Zeitraum (33 Stunden) dar. Der einzige Unterschied besteht in der Wahl der Zeiteinheit. Einmal bilden die Kerzen Perioden von einer Stunde ab und ein zweites mal Perioden von 5 min. Gut zu erkennen ist, je größer die Zeiteinheit, desto weniger Kerzen werden zur Darstellung benötigt, da 12 Kerzen des 5 Minuten-Charts im H1-Chart (Stundenchart) zu einer einzigen Kerze zusammengefasst werden ( 60 min : 5 min = 12 Kerzen). Die Zahlen in beiden Charts dienen für eine bessere Veranschaulichung und markieren dabei jeweils den selben Punkt im Chartverlauf.

Traden lernen - Stundenchart

Wir fassen zusammen: Du kannst also die Zeiteinheiten dazu nutzen, um den Markt so darzustellen, wie du ihn brauchst. Möchtest du kurzfristig handeln und viele Trades durchführen, dann wählst du beispielsweise einen 5 min Chart. Möchtest du mittelfristig handeln, dann greifst du vielleicht zum 30 min Chart.

Traden lernen – Der Trade

Nachdem du nun weißt, was ein Chart ist und wie man die Zeiteinheiten für sich nutzt, wollen wir uns der eigentlichen Tätigkeit des Traden widmen, dem Trade. Einer der großen Vorteile im CFD Handel ist, dass nicht nur bei steigenden Kursen Profit gemacht werden kann, sondern auch fallenden Kursen. Dem wollen wir uns im Folgenden ein wenig genauer widmen, da dies ein äußerst wichtiger Punkt ist, wenn du das CFD traden lernen möchtest.

 

Long und Short Positionen

Im CFD Handel kannst du entweder long oder short gehen. Bei einer Long-Position machst du Gewinn, wenn der Kurs steigt. Bei einer Short-Position machst du Gewinn, wenn der Kurs sinkt. Man sagt dazu auch Kaufen und Verkaufen, obwohl der Begriff verkaufen ein wenig verwirrend wirken kann, denn gehst du short, dann verkaufst du ja nicht wirklich, da du den jeweilen Wert überhaupt nicht besitzt. Deshalb merke dir: Um Short zu gehen (also zu verkaufen), musst du den Wert nicht bereits besitzen.

Viele Anfänger stehen einer Short-Position ein wenig skeptisch gegenüber oder fürchten sich sogar ein wenig vor dieser, da eine Short-Position fälschlicherweise für risikoreicher gehalten wird, als eine Long-Position. Jedoch stimmt das nicht. Eine Short-Position ist einfach das Gegenteil von einer Long-Position. Fällt der Kurs um 1%, so gewinnst du mit einer Short-Position 1%. Deshalb wollen wir dem Tradinganfänger die Angst vor dem Short gehen nehmen und ihn dazu ermutigen, ebenso Short, als auch long zu gehen. Wenn du das voll umfänglich CFD traden lernen willst, dann solltest du dich auch mit Short-Positionen auseinandersetzen.

Für dich als Trader ist das aufgeben einer Short-Position genau so einfach, wie das aufgeben einer Long-Position. Auf den meisten Handelsplattformen sind dazu zwei Buttons vorhanden: Einmal für Short und einmal für Long, wie das folgendes Bild gut darstellt:

Traden lernen - Handelsticket

Traden lernen – Der Stop

Eine Stop-Loss-Order (kurz „Stop“ genannt) ist ein sehr wichtiges Werkzeug für verantwortungsbewusstes Trading. Wer das CFD traden lernen möchte, ist vielleicht schon des öfteren auf folgenden Satz gestoßen:

Setze unbedingt immer einen Stop!

Auch wenn dies banal klingen mag, kann das setzen eines Stops schnell vergessen werden – mitunter mit schlimmen Folgen. Aber beginnen wir zuerst von vorn und gehen der Frage nach, was den nun genau ein Stop ist? Ein Stop ist eine zusätzliche Option, die beim Aufgeben einer Order benutz werden kann. Dabei handelt es sich um eine vom CFD Trader frei wählbare Kursgrenze, bei dessen unterschreiten (bei Long-Positionen) oder überschreiten (bei Short-Positionen) die damit versehene Position vollautomatisch glattgestellt wird. Dadurch kann der maximale Verlust für einen Trade bereits bei Aufgabe der Order festgelegt werden. Möchtest du zum Beispiel nicht mehr als 20 Euro pro Trade verlieren, dann setzt du deinen Stop so, dass bei erreichen der Grenze der Verlust genau 20 Euro beträgt.

Zusätzlich kann ein Stop auch zur Gewinnsicherung verwendet werden, indem er in einem Abstand dem Markt „hinterher gezogen“ wird. Dadurch ist der Stop ein extrem wertvolles Werkzeug, da er den CFD Trader gegen zu große Verlust absichert und ihm eine gewisse Flexibilität ermöglicht, weil er nicht mehr permanent vor dem Bildschirm sitzen muss, um seine Positionen zu überwachen.

Das setzen eines Stops ist in der Regel kostenlos. Zudem kann ein Stop während eines laufenden Trades beliebig oft verschoben werden. Auch dazu wird oftmals keine zusätzliche Gebühr erhoben.

Traden lernen - Stop-Loss

Der Tralingstop

Bei dem Traling Stop handelt es sich um eine Sonderform des Stops. Während ein normaler Stop immer manuell verschoben werden muss, verschiebt sich ein Traling Stop automatisch. Dabei läuft der Tralingstop in einem fixen Abstand dem Markt hinterher. Dieser Abstand bleibt immer konstant und kann durch Punkte oder eine Prozentzahl angegeben werden. Gibst du beispielsweise einen Tralingstop mit 50 Punkten Abstand zum aktuellen Marktpreis an, dann wird der Stop immer genau 50 Punkte vom Markt entfernt liegen. Steigt der Markt um 3 Punkte, so steigt der Stop ebenfalls um 3 Punkte. Der Tralingstop ist eine gute Alternative zum manuellen verschieben eines Stops, falls einem die Zeit fehlt, um diesen regelmäßig anzupassen. Unserer Meinung nach ist dies ein wichtiger Aspekt, wenn man das CFD traden lernen möchte.

Aber Achtung! Der Stop bewegt sich natürlich nur in die Richtung deiner Position. Ansonsten würde es ja gar keinen Sinn machen. Bei einer Long-Position bewegt sich der Stop also nur aufwärts und niemals zurück!

Die Anwendungsbeispiele von Stops

Traden lernen - Stop-2

Traden lernen – Teil 2

Traden lernen - Teil-2Herzlichen Glückwunsch. Du hast bereits den ersten Teil unserer Traden Lernen Serie abgeschlossen und bist nun beim zweiten Teil angelangt. Der zweite Teil unserer Traden lernen Serie befasst sich mit der technischen Analyse. Gemeinsam werden wir versuchen, hinter die Kulissen zu Blicken, um ein wenig Ordnung in den Chartdschungel zu bringen. Zudem wirst du Bekanntschaft mit der Seele eines jeden Kursverlaufes machen.

Viel Spass!

 

Traden lernen – Der Trend

In vielen Info-Produkten, welche sich mit dem CFD traden lernen befassen, ist an erster Stelle oft von Chartformen & -bildern sowie sonstigen Hilfsmittel für das CFD Trading die Rede. Diese „Hilfsmittel“ besitzen durchaus ihre Berechtigung thematisiert zu werden. Jedoch wird bei ihrer Nützlichkeit eines vergessen: Sie sagen zwar etwas etwas aus, wie z.B. „hier kaufen, hier verkaufen“, jedoch ohne das warum zu erklären. Das Warum ist jedoch äußerst wichtig, denn ohne dieses ist es unmöglich, etwas gut funktionierendes von etwas schlechtem, was nicht funktioniert, zu unterscheiden. Zudem ändern sich die Bedingungen an der Börse ständig und was unter bestimmten Umständen gut funktioniert, funktioniert unter anderen Umständen überhaupt nicht mehr. Wer hier das Warum nicht kennt, dem wird es unmöglich zu beurteilen, wann der Einsatz einer bestimmten Strategie sinnvoll ist und wann nicht.

Aus diesem Grund ist es essentiell, dass du das Warum, also quasi den Ursprung all der unaufhörlich zuckenden Kurse kennst sowie verstehst. Denn wenn du das tust, dann sparst du dir eine menge Zeit und Ärger (schlussendlich auch Geld). Hier schlagen wir bewusst einen anderen Weg ein, als die meisten anderen Trading-Ratgeber, die dich über das CFD traden lernen unterrichten. Wir wollen dir das CFD Trading durch die Verwendung einer sehr wertvollen Theorie, welche leider viel zu wenig Beachtung in den meisten Trading-Ratgebern findet, beibringen. Bei dieser Theorie handelt es sich um die Theorie der Trends. Zugegeben, dass klingt jetzt vielleicht ein wenig banal, doch im Grunde genommen ist es wirklich nicht kompliziert.

Du hast bestimmt auch schon mal etwas von Börsentrends gehört, da oft in Fachzeitschriften und Trading-Foren davon die Rede ist. Doch nur selten wird dabei darauf eingegangen, was den so ein Trend genau ist. Wie definiert sich ein Trend und wie erkennt man einen solchen?

Der Trend ist die Seele der Börse, der Ursprung jeder Kursbewegung. Er ist allgegenwärtig und erstreckt sich von den kleinsten Kurszuckungen bis hin zu den allergrößten Bewegungen.

Das klingt nun fast ein wenig philosophisch trifft es aber durchaus auf den Punkt. Wer das CFD traden lernen möchte, muss sich unbedingt mit dem Trend auseinandersetzen, denn wer das Trendgesetz in all seinen Feinheiten verstanden und verinnerlicht hat, der kann sich wahrlich als ein „Meister der Charts“ bezeichnen. Ein solcher CFD Trader braucht keine Indikatoren oder sonstige Hilfsmittel, er liest den nackten Chart wie eine Zeitung ab.

Definition eines Trends

Seinen Ursprung hat das Trendgesetzt aus der Dow Theorie, benannt nach Charles Dow, dem Vater der technischen Analyse (der US-amerikanische Aktienindex Dow Jones, wurde übrigen ebenfalls nach Charles Dow benannt). Von vielen Anfänger, die das CFD traden lernen, wird die Dow Theorie gar nicht oder nur grob beachtet, da sie fälschlicherweise als veraltet und überholt gilt. Die Dow Theorie und das Trendgesetzt sind jedoch mit unter die wichtigsten Theorien schlechthin, um die Börse wirklich zu verstehen und erfolgreich das CFD traden lernen zu meistern.

Es gibt zwei Arten von Trends: Den Abwärtstrend und den Aufwärtstrend. Die Definitionen für die beiden Trends lauten nach dem Trendgesetzt folgendermaßen:

Abwärtstrend: Permanent absteigende Hoch- sowie Tiefpunkte (tiefere Hochs / tiefere Tiefs)

Aufwärtstrend: Permanent ansteigende Hoch- sowie Tiefpunkte (höhere Hochs / höhere Tiefs)

Traden lernen - Definition-Trend

 

Traden lernen - Der Abwärts Trend

Bestandteile eines Trend

Du weißt nun, wie ein Trend definiert wird und an welchen Merkmalen du diesen Trend erkennst. Nun wollen wir uns den Trend ein wenig genauer anschauen, denn ein Trend ist nicht einfach nur ein Trend. Nein! Ein Trend besteht aus verschiedenen Bestandteilen, genauer gesagt aus zwei Bestandteilen, auch Trendphasen genannt (Bewegung und Korrektur). Manchmal wir auch von einer Progression (Bewegung) und einer Regression (Korrektur) gesprochen.

Ein Trend ist zusammengesetzt aus einer Bewegung und einer Korrektur.

Was ist aber nun eine Bewegung und eine Korrektur? Wie du siehst, bewegt sich ein Trend nicht gerade in eine Richtung, sondern immer mal wieder auch in die entgegengesetzte Richtung.

Als Bewegung wird der Verlauf, der mit der Trendrichtung läuft, bezeichnet.
Als Korrektur wird der Verlauf, der gegen die Trendrichtung läuft, bezeichnet.

In einem Aufwärtstrend wäre also der aufwärts gerichtete Teil des Trends die Bewegung und der abwärts gerichtet Teil des Trends die Korrektur.

In einem Abwärtstrend wäre hingegen der abwärts gerichtete Teil des Trends die Bewegung und der aufwärts gerichtete Teil die Korrektur.

Aufwärtstrend Traden lernen

Traden lernen - der-Abwaertstrend

Wir halten fest: „Ein Trend ist also ein ständiger Wechsel zwischen Bewegung und Korrektur“. In einem intakten Trend muss auf eine Bewegung immer auch eine Korrektur folgen! Was es genau mit der Bewegung und der Korrektur auf sich hat und warum es sich dabei um eine fortwährende Beständigkeit handelt, erfährst du im nächsten Kapitel von unserem CFD traden lernen Crashkurs.

Entstehung eines Trends

Wie entsteht eigentlich ein Trend und wann gilt ein Trend auch wirklich als Trend? Dabei handelt es sich um elementare Fragen, was das CFD traden lernen anbelangt. Ein Trend entsteht dann, wenn zwischen der Käufer- und der Verkäuferseite eine der beiden „Seiten“ stärker ist. Wollen mehr Leute kaufen als verkaufen, dann treibt das die Preise in die Höhe und ein Aufwärtstrend wird los geschossen. Wollen mehr Leute verkaufen als kaufen, dann sinken die Preise und ein Abwärtstrend nimmt seinen Lauf.

Um die Entstehung von Trend besser zu verstehen, bedienen wir uns an der Markttechnik von Michel Voigt. Michael Voigt ist ein Börsenhändler und Buchautor, dem es zu verdanken ist, dass traden nach einer Markttechnik so verständlich für eine großen Masse zugänglich gemacht wurde. Obwohl Voigt das Trendgesetz nicht erfunden hat, sind viele Definitionen und Strategien innerhalb der Markttechnik auf sein Wirken zurückzuführen.

Wie entsteht nun also ein Trend?

Ein Trend entsteht, sobald der vermutete Endpunkt einer Bewegung nach einer Korrektur überschritten (bei einem Aufwärtstrend) oder unterschritten (bei einem Abwärtstrend) wird.

Traden lernen - Entstehung-eins-Trends

Nun verstehst du auch, wann per Definition ein Trend vorliegt und wann nicht. Zusätzlich weißt du, wie die verschiedenen Teile und Punkte eines Trends bezeichnet werden. Dazu wollen wir einmal genauer auf die in der Infografik erwähnten 1-2-3 Punktezählung eingehen. Was ist das genau? Die 1-2-3 Punktezählung ist auf Michael Voigt zurückzuführen. Dabei werden die Hoch- sowie Tiefpunkte für eine bessere Orientierung beschriftet (von 1 bis 3).

Der Punkt 1 bezeichnet dabei den Startpunkt eines Trends und kommt in jedem Trend nur einmal vor. Die Bewegungspunkte werden dabei als Punkt 2 betitelt, während die Korrekturpunkte als dritter Punkt bezeichnet werden.

Traden lernen -123

Diese Nummerierung der Hoch- sowie Tiefpunkte innerhalb eines bestehenden Trends dienen einerseits zur besseren Visualisierung von Trends und anderseits auch der vereinfachten Kommunikation. Jemand der das CFD Traden lernen möchte, wird dies viel schneller verstehen, wenn er es in Verbindung mit einer Visualisierung lernt.

Grundsätzlich ist es dann auch egal, wie die verschiedenen Punkte bezeichnet werden. Wenn du das 1-2-3 nicht magst, dann kannst du die Bewegungspunkte auch mit einem „B“ für Bewegung und die Korrekturpunkte mit einem „K“ für Korrektur versehen. Schlussendlich muss die Bezeichnung nur einheitlich sein, damit du selber klar kommst und es verstehst.

Der Trendbruch

Eines der wichtigsten Dinge, die du dir merken musst, wenn du das CFD Traden lernen willst ist folgendes: „Jeder Trend hat ein Ende“. Das ist enorm wichtig! Irgendwann geht jeder Trend zu Ende. Viele CFD Trading Anfänger machen den Fehler und denken sich Dinge wie „Dieser Trend läuft so toll, der muss einfach weitergehen“. Nein muss er nicht! Ein Trend muss gar nichts, also lasse dich also nicht von solchen Gedanken zu falschen Dingen verleiten.

Wie erkennst du aber nun, wann ein Trend endet? Eine berechtigt Frage, da es wichtig ist zu wissen, ob ein Trend noch intakt oder bereits beendet ist. Wenn ein Trend beendet wird, spricht man von einem sogenannten Trendbruch. Schauen wir uns doch einmal die Definition eines Trendbruches an:

Ein Trendbruch liegt dann vor, wenn in einem Aufwärtstrend der letzte Tiefpunkt unterschritten bzw. in einem Abwärtstrend der letzte Hochpunkt überschritten wird.

Traden lernen - Trendbruch

Wie der Markt nun genau den letzten Punkt 3 im Trend unterschreitet bzw. überschreitet, ist völlig egal. Er kann direkt in einem Zug durchrasen, aber auch noch einige Male in Trendrichtung ausschlagen, bevor er schlussendlich den letzen Punkt 3 schneidet. Egal wie es geschieht, sobald der letzte Punkt 3 geschnitten wurde, ist der Trend gebrochen. Der Markt befindet sich im Niemandsland, der sogenannten trendlosen Phase. In dieser Phase ist keine Richtung vorgegeben und der Markt macht den Anschein, dass er sich zuerst einmal sammeln müsste, um danach einen neuen Trend anzugeben.

Traden lernen - Trendbrueche

Die Seitwärtsphase

Wir wissen nun, wie ein Trend gebrochen bzw. beendet wird. Doch die Frage, die sich hier alle stellen, die das CFD traden lernen möchten, ist: „Was passier nachdem ein Trend gebrochen wird?“ Gibt es neben dem Aufwärts- und Abwärtstrend noch andere Phasen, in denen sich der Markt befinden kann? Hierfür gibt es keine klare Antwort und im Folgenden werden wir auch erläutern warum.

Es wird zwar oft von trendlosen Phasen und Seitwärtsphasen gesprochen, grundsätzlich kann man aber sagen, dass es solche Phasen nicht gibt. Warum den das? Selbst die renommiertesten Börsenmagazine nehmen doch regelmäßig den Begriff der Seitwärtsphase in den Mund. Hier ist die Antwort eine reine Sache der Definition. Wenn ein Trend gebrochen wird und der Markt weder absteigende, noch aufsteigende Hoch- und Tiefpunkte verzeichnet, dann ist von einer Seitwärtsphase, also einer trendlosen Phase die Rede. Hier muss aber aufgepasst werden, denn würde man seinen Chart aus einen längeren Zeitraum hin betrachten, so würde man erkennen, dass diese „Seitwärtsphase“ bloß ein Bestandteil, also Bewegung oder Korrektur eines größeren Trends ist. Geht man nur von seinem aktuellen Blickwinkel aus, so kann man sagen, dass es sehr wohl Seitwärtsphasen gibt. Sieht man aber das große Ganze, so ist die Behauptung, dass es keine Seitwärtsphasen gibt, ebenfalls richtig.

Trendwechsel

Wird ein Trend gebrochen, so setzt früher oder später ein Gegentrend ein. Auch wenn es nach einem Trendbruch die „Seitwärtsphase“ folgt, so wird auch diese irgendwann in einen Trend übergehen oder die Seitwärtsphase stellt bereits den Beginn eines neuen Trends dar, was zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht erkennbar ist.

Schneidet eine Korrektur den letzten Punkt 3 und bricht den aktuellen Trend, so stellt diese Korrektur häufig zu selben Zeit die erste Bewegung eines Gegentrends dar. Unten finden sie eine Infografik, welche ihnen den Sachverhalt noch einmal anschaulich darstellt.

Traden lernen - Trendwechsel

Es geschieht folgendes: Ein Trend entsteht & wird gebrochen, woraufhin sich der Markt für eine gewisse Zeit im Niemandsland befindet, um darauf hin einen neuen Gegentrend auszubilden.

Traden lernen – Trendgrößen

Nachdem du nun bereits einiges über den Trend weißt und dementsprechend deinem Ziel, dem CFD traden lernen, einen großen Schritt näher gekommen bist, wollen wir uns dem wichtigsten Kapitel der Markttechnik widmen, welches dir nicht nur einen großen Handelsvorteil gegenüber den anderen Handelsphilosophien verschafft, sondern auch ohne zu übertreiben, dass Wesen der Börse offenbart. Die Trendgrößen und die daraus resultierenden, ineinander verschachtelten Trends.

Die Antwort auf die Frage „Was ist die Börse?“ lautet: Die Börse ist ein fraktales Konstrukt.

Fraktale Konstrukte lassen sich durch die Aussage „Das Große im Kleinen wiederfinden“ am besten erklären. Ein gutes Beispiel wäre ein Würfel, welcher aus mehreren kleinen Würfeln besteht, von denen jeder wiederum aus vielen noch kleineren Würfeln besteht usw.. Wenn man dieses Prinzip auf einen Chart anwendet, würde folgendes hervorgehen:

Ein Trend besteht einerseits aus vielen kleineren Trends und stellt anderseits selber nur einen Teil von einem großen Trend dar.

Deshalb kann auch behauptet werden, dass ein Börsenkurs fast ausschließlich aus Trends besteht. Denn ist ein Kursverlauf nicht als Trend erkennbar, so wird dieser sichtbar, wenn man den Chart über einen längeren Zeitraum betrachtet, wo jener Teil oftmals die Korrektur eines größeren Trend darstellt.

Traden lernen - Verschachtelung-der-Trendebenen

Die Verschachtelung der Trendgrößen ist ziemlich simple aufgebaut, auch wenn sie auf den ersten Blick ein wenig kompliziert aussieht.

Die Bewegung eines Trends besteht aus einem kleinen Trend, welcher in die Trendrichtung des großen Trends läuft.

Die Bewegung eines Aufwärtsrends würde also aus einem kleineren Abwärtstrend bestehen. 

Die Korrektur eines Trends besteht aus einem, der Trendrichtung des großen Trends entgegengesetzten, kleineren Trend.

Die Korrektur eines Aufwärtstrends würde also aus einem kleineren Abwärtstrend bestehen. 

Die folgende Graphik veranschaulicht dir den Prozess der verschachtelten Trendebenen (ein Aufwärtstrend entsteht). Dieser stellt die Bewegung des übergeordneten Trends dar. Der Aufwärtstrend wird gebrochen und kurz darauf bestätigt sich ein Abwärtstrend, welcher nun die Korrektur des übergeordneten Trends darstellt. Der Abwärtstrend wird bald gebrochen und kurz darauf bestätigt sich erneut ein Aufwärtstrend, welcher die zweite Bewegung des übergeordneten Trends repräsentiert.

Die orangen Punkte des kleinen Trends haben dabei eine wichtige Bedeutung, denn diese Punkte sind zugleich zwei Wendestellen vom Aufwärtstrend sowie der Beginn des Gegentrends (Punkt 1). Das es sich beim Punkt 1 um einen Abwärtstrends handelt, kann natürlich erst nach dessen Bestätigung gesagt werden.

Traden lernen - Trendebenen

Da du nun das Prinzip hinter der Verschachtelung der Trends nun kennst und dir immer mehr Wissen zum Thema „CFD traden lernen“ aneignest, sollten wir uns das ganze einmal im Live Chart anschauen. Du kannst auch gerne, sofern du bereits ein Handelskonto besitzt, einige Charts öffnen und selber schauen, ob du die ineinander verschachtelten Trends darin erkennst.

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Auf diesen Bildern kannst du sehr gut den kleinen Trend innerhalb des großen, blau markierten Trends sehen. Würden wir unseren Chart nun auf einen längeren Zeitraum hin betrachten, so könnte man erkennen, dass der blaue Trend wiederum nur die Bewegung oder die Korrektur eines noch größeren Trends ist. Würden wir hingegen unsere Zeiteinheit verkleinern und somit eine größere Auflösung erhalten, so würdest du feststellen, dass die kleinen Trends wiederum aus vielen noch kleineren Trends bestehen.

Traden lernen – Trendebenen

Bei diesen Konstruktionen wird der Grad der Verschachtelung häufig in Stufen angegeben. Sprechen wir von verschiedenen, ineinander verschachtelten Trends, so stellt jeder Trend eine Stufe dar, welche passenderweise als Trendebene bezeichnet wird.

Nach der Dow Theorie wurden ursprünglich drei Trendebenen definiert. Diese sind der kleine Trend, der mittlere Trend und der große Trend. Da die Definition jedoch eine Weile zurückliegt und mit der Zeit das Volumen des Marktes und damit auch die Volatilität zugenommen hat, gibt es heute viel mehr Trendebenen. Wie viele genau existieren, kann pauschal nicht gesagt werden, jedoch können es teilweise bis zu 10 Ebenen oder mehr sein. Dabei beginnt die kleinste Ebene im Tickchart, wo die Lebensdauer eines Trend einige Sekunden beträgt, bis hin zu Monstertrends im Monatschart, die seit Jahrzehnten ihr Dasein in der Chartwelt fristen.

Traden lernen - Tickchart

Traden lernen -Monatschart

Zwischen dem Monatschart und dem Tickchart sind natürlich sehr viel weitere Trendebenen angesiedelt. Alle Trendebenen in einen einzigen Chart einzuzeichnen, ist bei deren Anzahl nicht möglich. Hinzu kommt, dass niemals alle Trendebenen in einer Zeiteinheit ersichtlich sind. Hier ein einfaches Beispiel: Im Monatschart ist es unmöglich, den Minutenchart zu sehen. Umgekehrt wird es sehr schwierig, im Minutenchart den großen Jahrestrend zu visualisieren.

Kommen wir zurück zu unserer ursprünglichen Aussage, dass der Trend die Seele der Börse ist und es stimmt, dass ein Börsenkurs ausschließlich aus verschieden Trends besteht.

Nach dem du nun das Wissen über die Trendgrößen und deren Verschachtelung übermittelt bekommen hast, wird dir wahrscheinlich bewusst, dass diese Aussage absolut war ist. Vielleicht fragst du dich nun, was daran so wichtig ist, denn schließlich möchtest du doch nur das CFD Trading lernen? Dazu erfährst du mehr im nächsten Kapitel.

Traden lernen – Alles was du brauchst

Du hast bereits eine Menge gelernt und kommst deinem Ziel, dass CFD Traden lernen zu meistern, immer näher. Die Überschrift dieses Kapitels lautet „Traden lernen – alles was du brauchst“. Vielleicht hast du bereits eine Ahnung, was das sein wird, da wir in den letzten Kapiteln ein besonderes Augenmerk auf den Trend gelegt haben. Wir sind der Meinung, dass alles, was du zum CFD Traden lernen benötigst, ein fundiertes Wissen über den Trendaufbau und die Markttechnik ist.

Warum wir das behauten, obwohl im Internet unzählige Artikel über Indikatoren und allerlei anderes Fachsimpeln vorhanden ist? Vielleicht ist dir aufgefallen, dass wir das Thema der Indikatoren noch gar nicht behandelt haben, aber keine Sorge. Dies ist nämlich nicht nötig, um das CFD traden zu lernen. Jetzt zeigen wir dir auch, warum du das nicht brauchst, um das CFD traden lernen zu können.

Die meisten Indikatoren und Handelsstrategien haben ihren Ursprung in der Markttechnik.

Wie wir bereits erwähnt haben, sind Trend die grundlegenden Bestandteile, aus denen sich der Kursverlauf zusammensetzt. Folglich musst du, um das CFD traden lernen zu können, auch nichts anderes über die Funktion der Trends wissen. Die meisten Indikatoren, Chartformationen sowie Handelsstrategien arbeiten nämlich nach der Theorie des Trendaufbaus.

Indikatoren stellen bloß ein anderes Bild des Charts dar, quasi eine vereinfachtes Form. Alle Informationen über den Kursverlauf stecken bereits im nackten Chart. Ein Indikator kann diese Informationen lediglich anders darstellen, als der Chart. Niemals ist ein Indikator in der Lage, mehr Informationen bereitstellen, als der Chart. Die Annahme, dass Indikatoren sogar den Kurs voraussagen können, ist völlig verrückt und widerspricht jeglicher Logik.

Kein Indikator der Welt kann einen Kurs voraussehen.

Indikatoren und Chartformationen sind vor allem bei Anfängern, die erst neu CFD Traden lernen, extrem beliebt, weil sie einfach in der Anwendung sind und bei manchem Anfänger, der über kein fundiertes Wissen über die Börse verfügt, leicht den Anschein eines „Heiligen Grales“ , eines Wundermittels zum schnellen Reichtum erweckt. Dabei hangeln sich Anfänger gerne von Indikator zu Indikator sowie von Chartformation zu Chartformation, um endlich den Super-Indikator zu finden. Das ist zu vergleichen mit einem Pokerspieler, der viele Pokerstrategien auswendig lernt, ohne jedoch die grundlegenden Regeln des Spiels überhaupt richtig zu verstehen. Ohne dieses Wissen ist es weder dem Trader, noch dem Pokerspieler möglich, eine Strategie im voraus zu bewerten. Ebenfalls werden sie nie verstehen, warum eine Strategie funktioniert oder warum nicht funktioniert.

Deshalb ist unserer Meinung das Wissen über den Trend derart wichtig, da wie bereits erwähnt die meisten Indikatoren und Chartformationen das Prinzip der Markttechnik berücksichtigen. Um dies zu verdeutlichen, wollen wir uns einige Beispiele anschauen:

Die Schulter-Kopf-Schulter- Formation (SKS)

Bei der SKS Formation handelt es sich um eine beliebte Chartformation, mit deren Hilfe ein Trendwendepunkt festgestellt werden kann. Die Formation hat ihren Namen davon, dass das Bild an einen Kopf, umgeben von zwei Schultern erinnert. Glaubt man eine SKS Formation zu erkennen, so wird zwischen den beiden Tiefpunkten der Formation eine Linie gezogen. Unterschreitet der Kurs zu einem späteren Zeitpunkt dann diese Linie, so wird das als Shortsignal gewertet.

Traden lernen - SKS-im-Chart

 

Soweit so gut. Diese Formation steht nun einfach so im Raum, ohne das wir wissen, warum den nun diese Formation funktionieren sollte und auf welchen Grundlagen sie basiert. Kurzgefasst ist es für uns nicht möglich, uns vorab eine Meinung zu bilden, weil uns schlicht die Fakten fehlen.

Schauen wir uns die SKS Formation nun aber mal ein wenig genauer an, so stellen wir fest, dass am Einstiegspunkt der bestehende Aufwärtstrend gebrochen wird und sich gleichzeitig ein Abwärtstrend bildet. Die SKS-Line kennzeichnet also nach der Markttechnik einen äußerst spannenden Punkt. Mit diesem Wissen können wir einerseits feststellen, dass die SKS Formation nach den Regeln der Markttechnik spielt und anderseits durchaus Sinn macht, da sie auf den Trendhandel des neu entstehenden Trends setzt.

Traden lernen - SKS-Formation

Wir wissen nun zwar, dass die SKS durchaus Sinn ergibt, jedoch stellt sich die Frage, ob wir die überhaupt SKS brauchen, wenn wir die Markttechnik kennen? Nein, sie ist schlichtweg überflüssig. Wer sich mit der Markttechnik auskennt, der braucht keine SKS Formation. Sie ist schlicht ein Hilfsmittel, welches überflüssig wird, sobald man das dem Hilfsmittel zugrunde liegende versteht und beherrscht. Genau wie ein Kind, welches beim Fahrradfahren keine Stützräder mehr benötigt.

Trendlinien

Ein ebenfalls beliebtes Hilfsmittel ist das einzeichnen von Trendlinien. Dabei wird beim Aufwärtstrend an mindestens zwei Tiefpunkten und bei einem Abwärtstrend an mindestens zwei Hochpunkten eine Linie gezogen. Berührt der Kurs die Trendlinie und dreht daraufhin in die andere Richtung, so kann dies als Einstiegssignal gewertet werden.

Traden lernen - Trendlinien
Auch hier ist es unmöglich, diese Vorgehen ohne das wissen über die Markttechnik zu bewerten. Betrachten wir jedoch die gleiche Situation unter den Gesichtspunkten des Trendaufbaus, so stellen wir fest, das die Awendung der Trendlinie darauf abzielt, einen Punkt zu finden, an dem eine Korrektur zu Ende ist und eine neue Bewegung einsetzt. Dies macht durchaus Sinn, denn so kann entweder nur die einzelne Bewegung oder aber der komplette Trend gehandelt werden.

Traden lernen - Trendlinien-vs-Markttechnik

Mit dem Wissen über die MT wird die Anwendung von Trendlinien überflüssig. Auch wenn Trendlinien in „Bilderbuch-Trends“ (wie z.B. oben abgebildete) sehr gut funktionieren, so tuen sie das auch nur dort. Trends sind dynamische Objekte, die sich ungern an Linien halten oder sich in Trendkanäle quetschen lassen. Jede Bewegung und jede Korrektur verläuft anders, weshalb sie unterschiedliche Formen und Ausdehnungen annehmen können.

Gerade für jemanden, der eben erst begonnen hat mit dem Traden lernen, können Trendlinien so schnell zu einem optischen Verwirrspiel werden. Schauen wir uns das ganze doch einmal anhand eines Beispiels an:

Traden lernen - Trendlinien-Verwirrspiel

Welches ist nun die richtige Trendlinie?

Sobald ein Trend nicht mehr bilderbuchmässig verläuft, stoßen die Trendlinien sehr schnell an ihre Grenzen. Vergessen wir nun die Trendlinien für einen Moment und bewerten die gleiche Situation mit der Markttechnik.

Traden lernen - Vorteile-des-123

Fazit zu den Trendlinien

Hier ist die Situation sonnenklar. Keine Unklarheiten, keine Verwirrungen, sondern simple und einfache Trends nach der  Markttechnik. Ein entscheidender Vorteil der  Markttechnik gegenüber der Trendlinie ist beispielsweise die Dynamik. Trendlinen besitzen keine Dynamik, die 123-Zählung nach Markttechnik hingegen schon. Aus diesem Grund ist sie perfekt dafür geeignet, dynamische Konstrukte, wie eben Trends, zu beschreiben und zu kennzeichnen. 

 

Der MACD Indikator

Der Vollständikeitshalber werden wir nun, nachdem wir bereits eine Chartformation sowie die Trendlinien auf die Regeln der CFD Markttechnik überprüft haben, noch einen Indikator genauer unter die Lupe nehmen. Dabei handelt es sich um den MACD (Moving Average Convergence/Divergence). Der MACD berechnet aus den Daten des Charts zwei gleitende Durchschnitte, wobei der eine gleitende Durchschnitt weniger empfindlich ist, als der andere.

Wenn nun der empfindlichere Durchschnitt (blau), den weniger empfindlicherenDurchschnitt (braun) von unten nach oben schneiden, so handelt es sich um ein Kaufsignal. Umgekehrt handelt es sich um ein Verkaufssignal, sobald der empfindlichere den weniger empfindlicheren Durchschnitt von oben nach unten schneidet.

Traden lernen - MACD

Wir haben festgestellt, dass der MACD doch einige Fehlsignale produziert und das auch dieser Indikator nach den Regeln der CFD Markttechnik spielt. Beachten wir nämlich die Signale ein wenig genauer, so können wir erkennen, dass der MACD versucht, den Übergang von einer Korrektur in eine Bewegung sowie von einer Bewegung in eine Korrektur (also einen Richtungswechsel) anzuzeigen – Genauso, wie es die Markttechnik mit dem Trendaufbau mittels Bewegung und Korrektur beschreibt. 

Traden lernen – Teil 3

Traden lernen - Teil-3Jetzt besitzt du das Wissen über die CFD Markentechnik sowie den Trendaufbau und dir ist klar geworden, dass du nichts mehr brauchst, um mit dem CFD traden lernen zu beginn. Wollen wir uns nun dran setzen, dieses Wissen auch praktisch anzuwenden und in den CFD Handel mit einfließen zu lassen. Im dritten Teil unserer Traden lernen Serie, werden wir unser theoretisches Wissen über die Markttechnik und den Trendaufbau dazu verwenden, profitable Handelsmöglichkeiten im Markt zu finden.

Viel Spass!

Traden lernen nach Markttechnik

Nachdem du nun die CFD Markttechnik und deren enormen nutzen für das Traden lernen kennengelernt hast, machen wir uns daran, die Markttechnik praktisch im CFD Trading anzuwenden. Vielleicht ahnst du schon, worum es gehen wird, da in der CFD Markttechnik viel die Rede vom Trend ist, dreht sich natürlich auch im CFD Handel vieles um den Trend.

Trendhandel

Wenn wir uns die CFD Markttechnik und das wissen über den Trendaufbau zu nutze machen, um profitabel mit CFDs zu handeln, so kommen wir nicht am Trendhandel vorbei. Der Trendhandel stellt eine einfache Art dar, nach der CFD Markttechnik zu handeln und ist bei marktechnisch orientierten Tradern deshalb äußerst beliebt. Weiterhin lässt sich der Trendhandel in allen Zeiteinheiten anwenden. Vom Tickchart bis hin zum Wochen- oder sogar Monatschart.

Da es unser Ziel ist, mit einem Trend zu handeln, wollen wir uns möglichst früh in diesen einkaufen, um uns ein großes Stück dieses Trends abzuschneiden. Wir wollen uns aber sicher sein, dass wir es mit einem intakten Trend zu tun haben. Der früheste Einstiegspunkt ist daher an dem Punkt, an welchem der Kurs zum ersten mal den Punkt 2 überschreitet und somit nach der CFD Markttechnik ein Trend entsteht. Es ist auch möglich, bei einem späteren Punkt 2 oder in der Korrektur eines intakten Trends einzusteigen.
Der Stop wird immer an dem letzten Punkt 3 gesetzt bzw. bei einem erst neu entstanden Trend an den Punkt 1. Sobald der Markt dann nach der einsetzenden Korrektur den nächsten Punkt 2 schneidet, wird der Stop auf den nächsten Punkt 3 gesetzt.
Da wir möglichst den ganzen Trend mitnehmen möchten, erfolgt der Ausstieg durch den Stopp. Da dieser immer auf dem letzten Punkt 3 liegt, wird unsere Position glattgestellt, sobald dieser geschnitten wird und somit der Trend als gebrochen bzw. beendet angesehen wird.

Traden lernen -Trendhandel-nach-Markttechnik

Hierbei steigen wir direkt bei der Bestätigung eines neuen Trends ein. Der Vorteil dabei ist, dass wir so möglichst früh dabei sind und unser Gewinn somit höher ausfallen wird. Der Nachteil ist das erhöhte Risiko gegenüber einem Einstieg am Punkt 2, da der Trend noch sehr jung und frisch ist.

Traden lernen - Markttechnik-Einstieg-am-Punkt-2

Der Einstieg am zweiten Punkt 2 eines Trendhandels ist eine weit verbreitet Methode. Hier hat sich der Trend bereits ein zweites mal bestätigt und wir können mit großer Wahrscheinlichkeit von einem stabilen Trend ausgehen. Trotzdem sind wir immer noch sehr früh eingestiegen und können davon ausgehen, dass der Trend noch eine Zeit lang laufen wird. 

Traden lernen - Markttechnik-Einstieg-in-Korrektur

Der Einstieg in die Korrektur ist ebenfalls eine sehr weit verbreitet Vorgehensweise. Den warum sollte man in einem intakten Trend erst am Punkt 2 einstiegen, wenn mach auch einfach auf die Korrektur warten kann und somit zu einem günstigeren Preis im Markt kommt? Die Distanz zum Initialstop ist geringer als beim Einstieg am zweiten Punkt, was uns schlussendlich ein besseres Chancen-Risiko-Verhältnis beschert. 

 

Traden lernen – Fazit

Herzlichen Glückwunsch! Wenn du es bis hier hin geschafft hast, dann hast du bereits einiges gelernt und bist deinem Ziel, dem CFD traden lernen einen großen Schritt näher gekommen. Mit der CFD Markttechnik haben wir dir ein effektives Werkzeug in die Hände gedrückt, dass dir fas CFD traden lernen in all seinen Feinheiten ermöglicht.

Mit dieser CFD Markttechnik und dem Wissen über den Trendaufbau bist du bereits um einiges weiter, als die meisten anderen, die das CFD traden lernen wollen. Möchtest du mehr nach Markttechnik das CFD Traden lernen, so können wir dir die Bücher von Michael Voigt zum Thema „CFD Markttechnik“ nur wärmstens empfehlen. Die Bücher findest du hier: Trading Bücher.